Konsumklima schließt Jahr mit Einbußen ab

Dies besagen die Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie für November 2018

Die Verbraucherstimmung in Deutschland zeige im November ein im Großen und Ganzen moderateres Bild. Während die Anschaffungsneigung ihr ohnehin sehr gutes Niveau sogar noch verbessern könne, müssten sowohl die Konjunktur- als auch die Einkommenserwartung leichte Einbußen hinnehmen.

Die konjunkturelle Schwächephase hinterlasse im November auch bei der Stimmung der Verbraucher Spuren. Sowohl die Konjunktur- als auch die Einkommensaussichten könnten ihr Niveau des Vormonats nicht ganz behaupten und gingen leicht zurück. Dagegen zeige sich die Anschaffungsneigung davon bislang unbeeindruckt. Sie könne ihr ohnehin exzellentes Niveau noch einmal geringfügig verbessern. Da zudem die Sparneigung im November einen Sprung nach oben mache, erleide das Konsumklima zum Jahresende Verluste.

Die etwas schwächere Entwicklung der deutschen Wirtschaft im dritten Quartal bleibt laut GFK nicht ohne Wirkung bei den Konjunkturerwartungen der Konsumenten.

Weltwirtschaftliche Turbulenzen, wie der Handelskonflikt der USA mit China und der EU oder der Brexit, verunsicherten zunehmend die deutschen Verbraucher. Sie sähen eine schwächer werdende Konjunkturdynamik und erste dunkle Wolken am Konjunkturhimmel.

Zurückgehende Konjunkturerwartungen ließen im November auch die Einkommenserwartung sinken.

Zudem trübten steigende Preise, vor allem bei Energie, das positive Bild. Benzin und Heizöl seien zuletzt spürbar teurer geworden und hätten die Inflation in Deutschland

angeheizt. So habe die Preissteigerung im Oktober im Vergleich zum Vorjahr 2,5 Prozent betragen, der höchste Wert seit mehr als zehn Jahren. Dies knabbere an der Kaufkraft der Konsumenten. Wenn mehr Geld an den Zapfsäulen zu bezahlen sei, fehle dieses für andere Anschaffungen.

Trotz des insgesamt schwieriger gewordenen Umfeldes behauptete sich laut GFK die Anschaffungsneigung im November. Sie habe sogar noch einmal leicht zugelegt.

Damit stemme sich die Konsumneigung weiter gegen das schwierige weltwirtschaftliche Umfeld.

Handelskonflikt und Brexit schienen der Kauflust bislang nicht zu schaden.

Und auch die höhere Inflation zeige noch keine Wirkung. Offenbar dominierten die exzellenten inländischen Rahmenbedingungen.