EssilorLuxottica übertrifft Umsatzerwartungen

Der vor kurzem fusionierte Brillenkonzern EssilorLuxottica hat die Erwartungen an sein Umsatzwachstum im dritten Geschäftsquartal übertroffen. Die Erlöse seien im Zeitraum Juli bis September währungsbereinigt um 5,2 Prozent auf 4,31 Milliarden Euro gestiegen, teilte das für seine Kernmarke Ray-Ban bekannte Unternehmen am Mittwoch im französischen Charenton-Le-Pont mit. Analysten hatten in etwa mit einer Steigerung von 4,5 Prozent gerechnet.

Ein Wachstumstreiber sei das Geschäft mit Linsen und optischen Instrumenten gewesen. Insgesamt verzeichnete EssilorLuxottica wieder in allen seinen Sparten einen deutlichen Umsatzsprung. Regional betrachtet beschleunigte sich das Geschäft laut dem Konzern vor allem in Nordamerika, wo er unter anderem neue selbsttönende Brillengläser einführte. Aber auch in Europa, Asien, Afrika und Lateinamerika stiegen die Umsätze merklich.
Der Konzern bestätigte seine Prognose für das gesamte Geschäftsjahr, wonach die Umsätze währungsbereinigt um 3,5 bis 5 Prozent zulegen sollen. Der unter anderem um die Fusionskosten der beiden Unternehmen bereinigte Konzerngewinn soll unterm Strich ein bis eineinhalb Mal so stark wachsen wie die Erlöse.
Durch die Fusion im vergangenen Jahr rechnete das Management um Hubert Sagnières zuletzt mit erheblichen Einsparungen. Der französische Brillenglasproduzent Essilor und der italienische Hersteller von Brillenfassungen Luxottica hatten sich im vergangenen Oktober zusammengeschlossen. Bis zum Jahr 2023 will der neue Konzern dank der Synergieeffekte ein jährliches währungsbereinigtes Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich erzielen, wie er auf seinem jüngsten Kapitalmarkttag Ende September mitteilte.
Die Zeichen stehen denn auch weiter auf Übernahme: Beim geplanten Zukauf des niederländischen Optik-Einzelhändlers GrandVision, zu dem auch die Kette Apollo-Optik gehört, hatten sich die beiden Unternehmen zuletzt auf einen Kaufpreis von 7,3 Milliarden Euro geeinigt. GrandVision hatte allerdings erst kürzlich gewarnt, dass das Gewinnwachstum in diesem Jahr unterhalb seiner Mittelfristziele liegen werde. Der Brillenkonzern will insgesamt 76,72 Prozent des niederländischen Unternehmens übernehmen.